Zuckerarme Ernährung: Gesundheitstipps für Naschkatzen

 

 

Zucker ist das Suchtmittel Nummer 1 in der Welt. Unser Körper braucht Zucker, aber nur in angemessenen Mengen. Der Zuckerbedarf am Tag beträgt bei Frauen ungefähr 45 Gramm. Bei Männern beträgt dieser 60 Gramm. Das entspricht 6 Teelöffel Zucker. Im Durchschnitt nehmen wir aber 22 Teelöffel Zucker zu uns, AM TAG. Versteckt ist der Zucker überall in unseren Nahrungsmitteln und Getränken.

 

Wenn wir uns einmal an den Geschmack gewöhnt haben, fällt es schwer, davon wieder weg zu kommen. Dies fängt schon in der Kindheit an. Chicken Nuggets oder Fischstäbchen mit Pommes gibt es selten ohne Ketchup. Ostern und Weihnachten ist eine reine Vollmilchschokoladenlawine. Konsumenten werden bereits über Zucker aufgeklärt, aber nicht genug. Im Zucker unterscheidet man: Es gibt viele Arten von Zucker und einige davon sind gesund.

 

Was ist Zucker?

 

Zucker ist ein Energielieferant. Es gibt viele Arten von Zucker: Fruchtzucker, Milchzucker, Traubenzucker, Haushaltszucker und noch ein paar andere Zuckerarten. Süßmittel wie Tafelsüße sind ein Ersatzmittel für Zucker und verursacht ähnliche Wirkungen im Körper.

 

Wo steckt er überall drin?

 

Zucker steckt in fast allen Lebensmitteln, da es ein Energieträger ist. Vor allem steckt Haushaltszucker und Süßmittel in Fertigprodukten. Zucker und Süßstoffe haben in der Lebensmittelindustrie mehr als 70 Namen und Stoffe. Alles was verändert wurde, auch eingelegtes Gemüse und Naturjogurt beinhaltet Industriezucker. Wer also behandelte Lebensmittel isst, kann davon ausgehen, dass eine Form von Industriezucker drin ist.

 

Warum Zuckerarme Ernährung?

 

Zuckerarme Ernährung richtet sich auf Industriezucker, da er im Überfluss in fertig produzierten und behandelten Lebensmitteln enthalten ist. Unser Tagesbedarf an Fruchtzucker kann mit einem Anteil von 20% Obst abgedeckt werden. Das ist eine Handvoll Obst am Tag. Industriezucker verbraucht sich im Körper sehr schnell auf und wir brauchen ständig Nachschub, um den Energiepegel zu halten. Übermäßiger Zuckerkonsum führt zur Schädigung der Bauchspeicheldrüse.

 

Denn der Körper produziert Insulin, um den Zucker zu verarbeiten. Wenn nun ein dauerhaft hoher Zuckerspiegel im Blut herrscht, kommt die Bauchspeicheldrüse mit der Produktion von Insulin nicht mehr hinterher und kann den Zucker nicht mehr abbauen. Ein hoher Zuckerspiegel entsteht im Körper. Das hat zur Auswirkung, dass wir kraftlos werden, ständig müde und durstig sind, Schwindel empfinden und auf lange Sicht schädigt es den gesamten Körper und verursacht Krankheiten wie Diabetes. Die Folgen von schlechter Ernährung sind nicht zu unterschätzen.

 

Welche Austauschstoffe gibt es und welche Vor- und Nachteile haben sie?

 

Süßstoff denkt man, sei eine Alternative zum Industriezucker. Es ist in vielen Lebensmitteln und Getränken enthalten, vor allem bei angeblich zuckerfreien Produkten. Aber der Süßstoff verursacht ähnliche Reaktionen im Körper, produziert Insulin ohne Zucker und reagiert, als wäre es Haushaltszucker. Es geht darum, den Körper von süßlichem Essen abzugewöhnen und nicht, ihn weiter damit zu belasten.

 

Honig ist ein Naturprodukt, genauso wie Stevia (Pflanze), die natürlichen Zucker enthalten. Dafür darf man von diesen Produkten weniger verwenden und zu sich nehmen, da sie einen hohen Fructose-Anteil haben. Es ist sozusagen eine komprimierte Form von natürlichem Zucker. Der Körper braucht den gesunden Zucker in Maßen, nicht in Massen.

 

Der Verzicht auf Haushaltszucker heißt nicht automatisch, dass man auf den Geschmack vom Süßen verzichten muss. Es ist eine Umgewöhnung, wieder natürliche Süße zu schmecken, aber dieser natürliche Genuss schmeckt besser und fördert die körperlichen Prozesse schonend. Wir fühlen uns wacher, gesünder, energiegeladen und der Körper an sich fühlt sich besser an, da es ein länger anhaltender Energielieferant ist.

 

Zuckerfreie Nachspeisen

 

Zuckerfreie Nachspeisen bedeutet, dass es natürliche gesunde Zucker enthält und keinen Industriezucker. Gehen wir davon aus, dass damit gemeint ist, keinen Industriezucker zusätzlich beizumischen. Dann gibt es eine Fülle von Leckereien mit Obst, süßen Würzern wie Zimt oder Vanilleschote. Gebäck und Ähnliches kann man auch ohne Industriezucker, sondern mit Honig und süßen Gewürzen herstellen. Der Geschmack ist sogar vielfältiger und entfaltet sich. Essen ohne Industriezucker kann ein wahres Geschmackserlebnis sein.

 

Welche Möglichkeiten gibt es, den Industriezucker zu reduzieren?

 

Gesündere Zuckerarten sind Milchzucker, Fruchtzucker und natürliche Vorkommen von Zucker wie bei Honig, Stevia und Obst. Milch- und Fruchtzucker ist jedoch nur für die Menschen geeignet, die keine Unverträglichkeit gegen diese Zuckerarten aufweisen. Für Diabetiker gelten andere Regeln, auf die wir hier jedoch nicht näher eingehen, dafür sind Ärzte zuständig.

 

Die oberste Regel heißt bei allen Zuckerarten: In Maßen, statt Massen. Ein guter erster Schritt ist es, alle Fertigprodukte vom Einkaufszettel zu streichen, Tee mit ein bisschen Honig zu trinken, auf Lebensmittel zu verzichten, wo immer Zuckerhaltiges dazu kommt. Man beachte, dass selbst viele Wurstsorten Zucker enthalten. Haushaltszucker ist nicht vollständig zu streichen, aber stark zu reduzieren.

 

Es ist etwas Besonderes und sollte auch als solches behandelt werden. Ketchup und Sodagetränke sind Zuckerbomben. Ab und zu darf man sich so etwas gönnen, es ist aber kein Alltagsessen. Süße Sachen ohne weißen Industriezucker können auch schnell selbst gemacht werden. Das hat den Vorteil, man kennt die Inhaltstoffe und hat diese unter Kontrolle. Eine Idee ist zuckerfreie Puddings. Diese können in verschiedenen Varianten zubereitet werden. Wir zeigen eine sehr leckere Version aus Nüssen und Bananen.

 

Rezept für einen zuckerfreien Pudding inklusive Zubereitung

 

Es gibt bereits Hersteller, die zuckerfreie Puddingmischungen anbieten. Besser ist es jedoch, selbst einen zuckerfreien Pudding herzustellen, denn dann weiß man, was drin ist. Eine zuckerfreie Variante Für den Pudding braucht man:

 

– 300ml Milch

– 2 sehr reife Bananen

– 4 gehäufte Esslöffel Weizengrieß

– Das Mark einer halben Vanilleschote

– 1 Esslöffel gemahlene Haselnuss

-Optional: 1 Esslöffel Kakaopulver (für Schokopudding)

 

Die Banane bringt die Süße mit dem Fruchtzucker in den Pudding. Es dauert ca. 20 Minuten mit Vorbereitung, den Pudding herzustellen und ungefähr 2 Stunden zur Abkühlung im Kühlschrank.

 

1. Die geschälten Bananen in einem Topf mit der Milch fein pürieren. Zu der Bananenmilchmasse das Mark der halben Vanilleschote, den 1 Esslöffel gemahlene Haselnuss (und optional 1 Esslöffel Kakaopulver) hinzugeben und verrühren.

2. Die Bananenmilchmasse unter Rühren erhitzen. Sobald die Milch heiß ist, langsam unter Rühren die 4 Esslöffel Weizengrieß hinzugeben.

3. Die Masse 5 Minuten bei niedriger Hitze unter ständiges Umrühren weiter köcheln lassen, bis Blasen entstehen.

4. Den Pudding abfüllen (in Gläser, Schälchen oder einer Schale), etwas abkühlen lassen und diese für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

 

Gerne kann man auch 150ml Milch und 150ml Sahne verwenden

 

Wie schafft man die Umstellung?

 

Es ist es das Denken, was sich ändern muss. Wir verzichten nicht, denn dies hat ein Beigeschmack von Opfern und Verbot. Dies ist etwas sehr Entscheidendes für den Geist. Wenn wir uns etwas verbieten, entsteht ein erhöhtes Verlangen danach. Deswegen ist es besser zu denken, wir tun uns etwas Gutes, indem wir gesunden Zucker essen wie Frucht-, Trauben- oder Milchzucker. Haushaltszucker haltige Lebensmittel sind etwas Besonderes, eine Art kleine Belohnung, die zu seltenen Anlässen gefeiert werden. Etwas Besonderes verliert seine Wirkung, wenn es alltäglich wird.

 

Weiterführende Informationen:

 

Mehr zur zuckerfreien Ernährung, Ernährungsumstellung und zur richtigen Motivation findet man auf dieser Seite: https://www.abnehmen-infoportal.de/

 

Weitere Zuckerfreie Rezepte hält die Chefkoch Seite bereit: https://www.chefkoch.de/rs/s0/zuckerfreie/Rezepte.html

 

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